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Uetikon, 28.06.2026

Für einmal ist nicht das Objekt der Besichtigung im Titel abgebildet, sondern vielmehr der faszinierende Blick, der sich VOM Objekt über die Stadt Zürich bietet.
Und wären da etwas weniger Krane und Baugerüste, dann wäre alles noch viel schöner gewesen an diesem heissen, aber wunderschönen Abend des 25. Juni.

Unter der absolut kompetenten Leitung von Herrn Dr. Röttinger, Turmwart der Kirche St. Peter, erfuhren die Anwesenden in einer beinahe übermässigen Kadenz in einer rund 90-minütigen Führung sozusagen alles, was es zum Turm und der Kirche zu wissen gibt (ich weiss, natürlich gibt es noch sehr viel mehr an Wissenswertem, aber dies lässt sich unmöglich in 90 Minuten verpacken). Dass St. Peter die älteste Pfarreikirche der Stadt Zürich mit dem grössten Zifferblatt Europas ist, weiss man gemeinhin, Aber: ätten Sie gewusst dass der Turm auf städtischem Boden steht, das Kirchenschiff jedoch auf Boden der Kirchgemeinde? Oder dass im Turm Mauersegler brüten, für die eigens gestaltete Luken bestehen? Oder dass die Uhr von St. Peter die erste Uhr der Schweiz ist, die ferngesteuerte Impulse von der anderen Limmatseite erhielt – und das bereits Ende 19. Jahrhundert? Oder dass sich das Klangspektrum einer Glocke einzeln mittels einer Stimmgabel aktivieren und damit auflösen lässt?
Dies sind nur einige wenige Fakten, die uns während der 90 Minuten präsentiert wurden – es wurde wirklich nie einen Moment langweilig.
Den Höhepunkt bildete dann schliesslich das 7 Uhr-Geläut, bei dem einem bis in das Innerste die Energie bewusst wurde, die eine grosse Glocke ausstrahlt! Gehörschütze nützen da nur bedingt…

Den Abschluss bildete wie gewohnt der gemütliche Teil, diesmal im Restaurant Kropf auf der Terrasse – wobei nicht ganz klar wurde, ob es hier oben nicht noch wärmer war als in der Gaststube.

Wir bedanken uns einmal mehr ganz herzlich bei unserer Präsidentin, die es immer wieder schafft, uns spannende Anlässe zu organisieren!

Der Berichterstatter
Urs Graf